HundertHaar Mittwoch, 19. Juni 2019 von HundertHaar

Der HundertHaar®-Striegel im Härtetest

Das Tierheim Aachen hat den HundertHaar®-Striegel getestet. Hier finden Sie das Urteil.

Francisco de Assis Ferreira de Vasconcellos Freitag, 8. März 2019 von Francisco de Assis Ferreira de Vasconcellos

Was hilft langfristig gegen Verfilzungen?

SOS Haarfilz

Ich arbeite schon seit über 20 Jahren als Groomer und merke schon seit langer Zeit eine große Veränderung bei der Züchtung vieler Rassen. Besonders fällt es mir auf, dass viele Rassen wolliger und plüschiger sind, als in der Vergangenheit.

Der Krieg gegen den Feind Filz ist nun mehr denn je angesagt und es gibt verschiedene Strategien damit man diesen gewinnt:

• Das Einfachste ist es, regelmäßig den Hundefriseur zu besuchen (alle 6-8 Wochen), um je nach Rasse das Fell kurz zu halten oder von der Unterwolle befreien zu lassen.

• Das Fell besteht unter anderem aus aneinander liegenden Schüppchen. Wenn dieses regelmäßig gewaschen wird, bleiben diese Schüppchen beieinander, das Fell entwickelt weniger Reibung und verfilzt nicht so schnell. Das heißt also, je öfter ein Hund mit Shampoo und Spülung gebadet wird, desto einfacher ist die Fellpflege zu Hause. Man kann dann viel entspannter Bürsten und Kämmen oder, falls kleine Verfilzungen entstanden sind, lösen sich diese während des Bürstens viel leichter.

• Damit die Reibung noch mehr reduziert wird, kann man zusätzlich mit Ölen arbeiten. Es ist super einfach zu probieren. Vor dem Waschen das Öl (Argan-, Mandel-, Jojoba- oder Sesamöl) mit einer Ölsprühflasche aufs Fell auftragen, 30 Minuten einwirken lassen oder eine Runde mit dem Vierbeiner Gassi gehen und anschließend mit Shampoo das restliche Öl gründlich auswaschen.

• Möglich ist auch eine Emulsion aus 50 ml Wasser Hydrolat (BioMelissa- und BioRosenhydrolat sind meine Favoriten), 5-6 Tropfen Seidenprotein und 5 ml Aloe Vera herzustellen und diese beim Kämmen und Bürsten immer auf das Fell zu sprühen. Dies macht das Fell geschmeidig und weich, so dass es sich nicht mehr auflädt und verfilzen kann.

• Das richtige Föhnen spielt zudem beim Kampf gegen den Filz eine außergewöhnlich wichtige Rolle. Der Hund sollte immer wieder während des Föhnens gebürstet werden. Am einfachsten ist dieses Prozedere zu zweit zu erledigen oder man kann den Föhn auch in einen Blumentopf stellen, damit man beide Hände zum Arbeiten frei hat.

• Das Bürsten von Hunden, die keinen Fellwechsel durchleben, wie z. B. Pudel und Bichon oder von Langhaarrassen mit seidigem Fell, wie Yorkie und Malteser, sollte sehr routiniert und gründlich sein. Hunderassen, die ein Sommer- und Winterfell besitzen, wie Huskies und Pomeranians müssen auch von ihrer abgestorbenen Wolle befreit werden, besonders im Oberschenkel- und Halsbereich. Bei Hunden mit glattem Fell und festsitzender Unterwolle, wie Havaneser, Tibet Terrier, empfehle ich das Fell mit einem feinen Kamm, Partie für Partie auszukämmen.

Das sind die ultimativen Tipps und Tricks für den Kampf gegen Filz bzw. um diesen vorzubeugen. Eine gesunde Ernährung wird vorausgesetzt, damit das Fell in voller Pracht wächst!